Kultur : HÖRTEST

Musik aus Berlin

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POP Winson, Frag Die Richtigen Leute (V2) „Wovon lebt eigentlich Peter?“ sang vor zwei Jahren ein sympathischer Kauz mit stark berlinischem Akzent. Die Antwort verlor sich in lakonisch-ironischem Comedy-Pop. Sie war wohl auch nicht so wichtig. Nun legt Winson sein zweites Album vor, um dem Fluch des One-Hit- Wonders zu begegnen. Vergeblich. Er kann zwar vieles, Rocken, Reggae, Disco und Balladen, auch verzichtet er auf ulkigen Kasperkram, aber einen eigenen Stil hat er als Songschreiber noch immer nicht. KM

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POP Neoangin, Scratchbook (Lieblingslied Records) Streng genommen gehört Jim Avignon, der sich als Musiker nach einem Halsschmerzmittel nennt, nicht mehr in diese Rubrik: Er lebt jetzt in New York. „Let’s go where the action is“, singt er zu fröhlich pluckernden Synthiebeats. Die 26 Tracks seines vorerst letzten Berliner Albums handeln von Trennungen und den Mühen des Stopover-Popstardaseins zwischen Moskau, Barcelona, Manhattan: „3 more days without sleep“. Blasmusiksamples, russische Telefonschnipsel, durch den Elektrowolf gedrehter Eighties-Dépêchemodismus. Musik für den Frühling. chs

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