• Homosexualität in der Politik: Organisiert. Welche schwul-lesbischen Verbände es gibt

Kultur : Homosexualität in der Politik: Organisiert. Welche schwul-lesbischen Verbände es gibt

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Lesben und Schwule in Deutschland haben sich in verschiedenen Verbänden organisiert - nicht nur in den Parteien. Eine der ältesten und prominentesten Vereinigungen sind die Schwulen in der SPD, genannt Schwusos. Bei den Bündnisgrünen gibt es auf bundes- wie landespolitischer Ebene die jeweiligen Arbeitsgemeinschaften für Lesben und Schwule, die eigene Delegierte zum Länderrat, beziehungsweise zu den Landesparteitagen entsenden. Relativ neu dagegen der Bund der Lesben und Schwulen in den Unionsparteien, die sich LSU kürzeln.

Einer der größten deutschen allgemeinen homosexuellen Interessenverbände ist der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), der sich vor allem für die gesellschaftliche wie rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen einsetzt. Gesonderte Verbände gibt es aber auch für Historiker und Archivare wie für Juristen und Journalisten (der Bund lesbisch-schwuler Journalisten, BLSJ), für gläubige Christen (Homosexuelle und Kirche, HuK) und für Manager und Führungskräfte (der so genannte Völklinger Kreis).

Auch in den Gewerkschaften GEW und verdi gibt es eigene Gruppen. Generell gilt jedoch, dass die meisten Vereine und Interessengruppen in Deutschland regional organisiert sind. In einigen Großstädten gibt es eigene Vereine für homosexuelle Eltern, in Berlin zum Beispiel einen eigenen Verband für Lesben und Schwule in der Polizei.

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