Kultur : Hornemann-Institut baut eine internationale Datenbank zur Denkmalpflege auf

Unter der Schirmherrschaft der Weltkulturorganisation UNESCO baut das Hildesheimer Hornemann-Institut zur Expo 2000 eine internationale Datenbank zur Denkmalpflege auf. Die 1998 gegründete Einrichtung soll Restauratoren in aller Welt die Versorgung der wertvollen Pflegefälle erleichtern. Zu diesen gehören internationale Kulturdenkmäler wie Maya-Pyramiden in Mexiko oder ägyptische Pharaonen-Statuen.

Unter "www.hornemann-institut.de" können Experten aus aller Welt künftig Arbeitsberichte und Literaturtipps aus dem Internet abrufen. "Restauratoren haben oft Probleme, schnell an aktuelle Forschungsergebnisse zu kommen", sagt die Leiterin des Institutes Angela Weyer. Die fünf Mitarbeiter des Institutes forschen nicht selbst, sondern pflegen die Datenbank und verweisen in "Links" auf Bibliotheken und Fachzeitschriften. "Aufsätze, Berichte und Publikationen geben die Wissenschaftler dann selbst ein", erklärt Angela Weyer. Noch in diesem Jahr solle die Datenbank ihre Arbeit aufnehmen. Das Institut mit einem Jahresetat von 3,3 Millionen Mark will nicht nur einen Service für Fachleute anbieten, sondern auch die Öffentlichkeit auf das durch Umweltschäden, Kriege und Massentourismus bedrohte Weltkulturerbe hinweisen.

Während der Expo will das Institut im Hildesheimer Roemer-und Pelizaeusmuseum 18 Konservierungsprojekte "rund ums Mittelmeer" vorstellen. Gezeigt werden etwa die Arbeit an Erdbeben geschädigten Fresken aus Assisi und die Restaurierung der israelischen Qumran-Dokumente.

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