Kultur : HORROR

Seed

Michael Meyns

Als den „härtesten Horrorfilm aller Zeiten“ preist Uwe Boll sein Machwerk an. Aber selbst dieses fragwürdige „Prädikat“ verdient „Seed“ nicht. Und dabei ist noch nicht mal gemeint, dass der Filme stilistisch und dramaturgisch schlecht ist. Was an „Seed“ so abstoßend ist, ist das völlige Fehlen einer moralischen Haltung. Er erzählt von einem Serienkiller, der seine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl überlebt, freigelassen wird und einen Rachefeldzug gegen Polizisten und Vollstreckungsbeamte beginnt. Das ist an sich schon ziemlich dumm, doch es kommt schlimmer. Boll setzt dazu ein paar abstoßende Videos von Tierversuchen ein, und behauptet dann allen Ernstes, er tue dies, um einen Kommentar über den Zustand der Menschheit abzugeben. So beginnt man endgültig an der Zurechnungsfähigkeit dieses Regisseurs zu zweifeln. Durchgeknallter Schrott. Michael Meyns

„Seed“, Kanada 2006, 90 Min., R: Uwe Boll, D: Will Sanderson, Rolf Moeller

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