Kultur : HORROR

Hostel II

Julian Hanich

Drei Amerikanerinnen werden dazu becirct, in einer slowakischen Jugendherberge abzusteigen. Dort erwartet sie, nun ja, eine Überraschung: Zwei Supersuperreiche haben sie auf einer Art Folter-Ebay zum Abschlachten ersteigert. Regisseur Eli Roth neigt dazu, Begriffe wörtlich zu nehmen, um sie dann in drastischen Horror-Bildern vorzuführen. Es gibt ein buchstäbliches Blutbad. Und am Ende wird sogar Kopf-Ball gespielt. Stärker noch als Teil 1 ist „Hostel II“ um kritische Untertöne bemüht. Dabei verheddert sich Roth in einem Netz an Widersprüchen, aus dem man ihn nur mit viel gutem Willen befreien kann. Denn so sehr er sich um Kritik an Gewaltgeilheit und Männlichkeitswahn bemüht, so sehr lässt er einem blutrünstigen Frauenfolterkino freien Lauf. Effektvolles, widersprüchliches Schlächterkino. Julian Hanich

„Hostel II“, USA 2007, 93 Min., R: Eli Roth, D: Lauren German,

Roger Bart, Heather Matarazzo

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