Kultur : HORROR

Motel

Julian Hanich

Der Schauplatz: ein Motel irgendwo tief im amerikanischen Hinterland. Die Handlungszeit: eine Nacht bis zum buchstäblichen Morgen-Grauen. Die Personen: ein Ehepaar und drei maskierte Mörder. So funktioniert die reine Reduktion. In weniger als 85 Minuten geht der ungarisch-amerikanische Regisseur Nimrod Antal im Schatten von Hitchcocks „Psycho“ die gesamte Grammatik der Spannung durch: Schock, Gewalt, Terror, Suspense. Geschickt bewegt er sich entlang der dünnen Trennlinie zwischen Psychothriller und Horrorfilm – und kennt dabei kein Erbarmen. Hier gibt es kein Comic-Relief und keine postmodern-ironischen Augenzwinkereien. Hier werden keine lächerlichen Pappkameraden gemeuchelt, sondern Figuren, denen die Angst tief ins Gesicht geschrieben steht. Nervenaufreibendes Spannungskino ohne Mätzchen. Julian Hanich

„Motel“, USA, 85 Min., R: Nimrod Antal, D: Kate Beckinsale, Luke Wilson, Frank Whaley

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