Kultur : Houellebecq wegen Rassismus vor Gericht

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Der wegen Rassismus angeklagte französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat vor Gericht eine „Verachtung für den Islam“ eingestanden. „Ich habe niemals eine Verachtung gegen Moslems geäußert, wohl aber für den Islam“, sagte der Autor in Paris bei der Eröffnung des Prozesses. Der Autor muss sich wegen rassistischer Beleidigung und Anstiftung zum Religionshass verantworten. In einem Interview der Zeitschrift „Lire“ im September 2001 hatte er den Islam als „die dümmste Religion überhaupt“ bezeichnet. Die Moscheen von Paris und Lyon sowie der Dachverband der Moslems in Frankreich erhoben deshalb Klage. „Im Mittelpunkt des Prozesses steht der moslemfeindliche Rassismus, weniger die Persönlichkeit oder die Provokationen eines Erfolgsautors“, so die Organisationen. Schon in seinem Roman „Plattform“ habe Houellebecq rassistische Tendenzen anklingen lassen. dpa

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