Kultur : Humboldt-Forum: Streit mit Bernd Neumann?

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Nach der Einigung zwischen Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee droht neuer Streit über das Humboldt-Forum. Aus dem Kanzleramt heißt es, Kulturstaatsminister Bernd Neumann sei „bei der Erstellung des neuen Finanzierungskonzeptes nicht einbezogen worden“. So lautet, wie die rbb-Abendschau berichtet, ein entsprechender Vermerk. Außerdem lägen „die vom Bundesbauminister nicht bezifferten Gesamtkosten um ein Vielfaches höher“. Dazu sagte ein Sprecher des Bundesbauministeriums dem Tagesspiegel, es habe nach dem Bundestagsvotum für das Stadtschloss und das Humboldt-Forum „selbstverständlich viele Kontakte“ auch mit dem Kulturstaatsminister gegeben. Was die geschätzten Kosten betrifft, seien die „gesamten Baukosten in Höhe von 480 Millionen Euro sehr sorgfältig ermittelt worden. Es gibt keinen Anlass, diese Summe in Frage zu stellen.“ Auch das Land Berlin sieht keinen neuen Gesprächsbedarf. Senatssprecher Michael Donnermeyer sagte auf Nachfrage: „Wie die Regierung sich koordiniert, ist deren Sache.“ Bauvorhaben des Bundes verantwortet das Bundesbauministerium, auch wenn es sich um Kultureinrichtungen handelt. Bernd Neumann ist als Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), die den Hauptteil der Schlossfläche für ihre außereuropäischen Sammlungen nutzt, jedoch für die Betriebskosten mit zuständig. Da die Fläche, die das Land Berlin nutzt, bei der Einigung auf 5000 Quadratmeter reduziert wurde, erhält der Bund nun mehr Platz. Damit könnten auch die Betriebskosten für die SPK steigen. Eine Stellungnahme von Neumanns Behörde war gestern nicht zu erhalten. Tsp

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