Ibsenpreis : Britische Theatertruppe "Forced Entertainment" erhält Ibsenpreis

In Berlin eröffnete Forced Entertainment 2015 das Festival "Foreign Affairs": Jetzt wird die britische Performancetheatertruppe mit dem Ibsenpreis ausgezeichnet.

Die britische Gruppe Forced Entertainment, hier auf der Ruhrtriennale 2013 mit "The Last Adventures". Foto: dpa
Die britische Gruppe Forced Entertainment, hier auf der Ruhrtriennale 2013 mit "The Last Adventures".Foto: dpa

Die britische Theatergruppe Forced Entertainment wird mit dem Internationalen Ibsenpreis ausgezeichnet. Die Gruppe sei bekannt für ihren bahnbrechenden und genresprengenden Ansatz, hieß es am Freitag in der Begründung der Jury. Sie erneuere und fordere das Theater heraus und nutze die Kraft, die in dieser Kunstform liege. Forced Entertainment nehme die Rolle des Theaters in der Gesellschaft sehr ernst.
Die Truppe besteht aus sechs Personen und wurde 1984 in Sheffield gegründet. Sie hat vor allem im Bereich des Performance-Theaters auf sich aufmerksam gemacht und in den letzten Jahren mit dem Einsatz von Video und digitalen Plattformen experimentiert. In Berlin trat die Truppe bisher im HAU auf und eröffnete letztes Jahr das Festival "Foreign Affairs" im Haus der Berliner Festspiele, mit Shakespeares sämtlichen Werke, 36 Stücken, im Puppentheaterformat.
Der internationale Ibsenpreis gilt als einer der prestigeträchtigsten Theaterpreise der Welt. Er ist mit 2,5 Millionen norwegischen Kronen (263 000 Euro) dotiert und wird vom norwegischen Staat finanziert. Der Vergabe findet im Herbst statt, im Rahmen des Ibsenfestivals in Oslo. 2014 ging die Auszeichnung an den österreichischen Dramatiker Peter Handke., was zu einer heftigen Auseinandersetzung führte, wegen Handkes positiver Haltung zu dem früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic. dpa/Tsp

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