Kultur : Immer besser werden mit Frühbeck

Rafael Frühbeck de Burgos wird noch weitere drei Jahre Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) bleiben.Anläßlich der Vorstellung des RSB-Programms für die Saison 1999/2000 hob Dieter Rexroth, Intendant der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH (ROC), die kontinuierliche Qualitätssteigerung unter Frühbecks Leitung hervor.Der Qualitätssprung habe sich, so Rexroth, im vergangenen Jahr mit einer Zunahme der Abonnements um 12 Prozent und einer auf 78 Prozent gestiegenen Auslastung der Konzerte niedergeschlagen.In der zuendegehenden Jubiläumsspielzeit sei es zudem gelungen, das Profil des Orchesters in Berlin durch eine flächendeckende, vom Freundeskreis des RSB mitfinanzierte Kampagne zu schärfen.Frühbeck und Rexroth wiesen aber zugleich auf den hohen Einnahmedruck hin, der in dieser Spielzeit unter anderem dazu geführt hatte, daß eine USA-Tournee des Orchesters wegen zu hoher Kosten abgesagt werden mußte.

Um sich neue Publikumsschichten zu erschließen, erweitert das RSB sein Konzertangebot in der kommenden Spielzeit um eine weitere, speziell für Familien konzipierte Serie: unter dem Titel "Spaß am Samstagnachmittag" werden sechs moderierte Konzerte im Schauspielhaus zu ermäßigten Preisen angeboten.Auch bei den regulären Konzerten ist es nach Aussage Rexroths gelungen, die Abonnementspreise konstant zu halten, lediglich die Preise für Einzelkarten würden um etwa fünf Prozent erhöht.

Künstlerisch setzt das RSB auch in der nächsten Saison auf eine ausgewogene Mischung von Klassikern, sinfonischen Raritäten und zeitgenössischer Musik.Neben dem traditionellen deutschen Repertoire von Beethoven bis Strauss werden Frühbeck und der ständige Gastdirigent des Orchesters, Michail Jurowski, Schwerpunkte im Bereich romanischer und russischer Musik setzen.Der neue Orchesterdirektor Bernd Runge versprach zudem, auch die umfangreiche Aufnahmetätigkeit des RSB transparenter und die Arbeit des Orchesters im Haus des Rundfunks künftig stärker der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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