Kultur : Intendant der Bayerischen Staatsoper warnt vor strukturellen Eingriffen

Der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Peter Jonas, hat beim Sponsoring vor strukturellen Eingriffen gewarnt. Im Zusammenhang mit dem Angebot des amerikanischen Milliardärs und Mäzens Alberto Vilar für die Berliner Opernhäuser sagte Jonas in der "Süddeutschen Zeitung", es sei die entscheidende Frage, ob es sich dabei eine einmalige Zuwendung handele oder um eine Hilfe, die in die Infrastruktur oder die Finanzierung der Berliner Häuser eingreife. "Letzteres wäre sehr gefährlich, denn dann müsste man, bevor man die ganze Struktur ändert, zunächst feststellen, ob Alberto Vilar auch in den nächsten fünfzig Jahren leben wird." Darüber hinaus sieht der gebürtige Engländer in Deutschland eine Gefahr, dass die Debatte über Sponsoring nicht richtig geführt werde. Überschriften wie "Vilar könnte Berlins Opernhäuser retten" seien falsch. "Gerettet werden müssen sie von der deutschen Gesellschaft." Kein Problem habe er damit, wenn Vilars Name im Programmheft oder auf einem Gebäude zu lesen sei.

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