Kultur : Internationale Filmkonferenz in Potsdam

Mit Roland Suso Richters Film "Nichts als die Wahrheit" über einen fiktiven Prozess gegen den KZ-Arzt Josef Mengele, gespielt von Götz George, wird am Mittwoch im Studiokino Babelsberg eine internationale Filmkonferenz eröffnet. Im Mittelpunkt der dreitätigen Konferenz "Babelsberg 99" steht die Film- und Fernsehbranche in Europa aus der Sicht von Produzenten. Zu dieser weltweit ersten brancheninternen Tagung werden der Regisseur Volker Schlöndorff, Wolfgang Bauer vom Vorstand der Ufa und die Produzentin Regina Ziegler erwartet, teilten die Veranstalter gestern mit. Insgesamt rechnen sie mit bis zu 500 Gästen, unter anderem aus New York, London, Paris, Los Angeles.

Bis zum Freitag wollen die Teilnehmer den Stand der Produktionswirtschaft und den Stellenwert des "Producers" in den USA sowie in Großbritannien, Frankreich und Deutschland analysieren. Zudem geben führende Fernsehsender einen Überblick über ihr Engagement im Kinobereich. Deutschland gilt als zweitgrößter TV-Markt der Welt, als "Hot Territory". Außerdem wollen die Experten Trends, Probleme und Perspektiven der deutschen und internationalen Produktionswirtschaft beleuchten.

Der letzte Tag der Konferenz steht im Zeichen des fünfjährigen Bestehens des Filmboards Berlin-Brandenburg. Zudem gehe es um neue Finanzierungsmodelle, die Öffnung der Branche für die Börse und die Beziehungen zwischen Kapital, Produktion und Absatz. Zum Abschluss der Tagung stehen Diskussionen über die Entwicklung von Filmstoffen und Erzählformen auf dem Programm. Während der Konferenz werden unter anderem die Studio Babelsberg TV-Produktion "Ein Elefant in meinem Bett" sowie die Dokumentation "Nach dem Fall" von Frauke Sandig und Eric Black über den Fall der Berliner Mauer präsentiert.

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