• Internationaler Kulturaustausch: Nida-Rümelin und Kulturrat wollen Künstlersteuer senken

Kultur : Internationaler Kulturaustausch: Nida-Rümelin und Kulturrat wollen Künstlersteuer senken

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Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin sieht "dringenden Handlungsbedarf" bei der Besteuerung ausländischer Künstler. Seit die alte Bundesregierung 1996 den Steuersatz von 15 auf 25 Prozent erhöht habe, sei der internationale Kulturaustausch um ein Drittel zurückgegangen. Zwar soll der Steuersatz im Jahr 2003 auf 20 Prozent gesenkt werden, aber bis dahin bleiben gerade Künstler mit geringem Einkommen gefährdet. Denn nach der bisherigen Regelung werden pauschal 50 Prozent der Einnahmen als Gewinn versteuert, hinzu kommen Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer. Bei jungen Künstlern sind die Kosten aber oft höher als die Gage. Durch die Pauschale versteuern sie teilweise auch ihre Ausgaben und erreichen de facto einen Spitzensteuersatz. Nida-Rümelin schloss sich einem Vorschlag des Deutschen Kulturrates an, der einen existenzsichernden Steuerfreibetrag für ausländische Künstler vorsieht. Nida-Rümelin sieht darin ein grundlegendes Bekenntnis für den Kulturaustausch, der Kulturrat "ein Stück Gerechtigkeit für die Kleinen".

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