Kultur : Internationales Tanzfest: Tanz im August: viele Uraufführungen

luzi

Mit "Total Masala Slammer - Heartbreak No. 5" von Michael Laub und Remote Control Productions wird heute der "Tanz im August" eröffnet: Hindi-Popkultur trifft hier auf Goethes "Werther". Das Internationale Tanzfest, eine Veranstaltung von Hebbel-Theater und TanzWerkstatt Berlin, geht in seine 13. Runde. Insgesamt 17 Produktionen an acht Spielstätten reflektieren die gesamte Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes. Mehr Uraufführungen als in den Jahren zuvor kündigte Nele Hertling, die Leiterin des Hebbel-Theaters, auf der gestrigen Pressekonferenz an. Neu hinzugekommen zu den Veranstaltungsorten ist neben der Schaubühne auch das Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße. Das sei als Zeichen zu werten, dass die Kooperation mit den Berliner Festspielen in Zukunft fortgeführt werde, so Hertling. Mit Jirí Kylian und dem Nederlands Dans Theater und Mikhail Baryshnikovs White Oak Dance Project sind wieder große Namen in Berlin präsent, daneben werden Newcomer aus der internationalen Tanzszene vorgestellt. Die freie Berliner Tanzszene wird in diesem Jahr stärker einbezogen: Das Theater am Halleschen Ufer, die Sophiensäle und Dock 11 stellen die ihrem Haus eng verbundenen Künstler vor. Realisiert werden kann das Internationale Tanzfest auch in diesem Jahr nur durch zusätzliche Mittel aus dem Hauptstadtkulturfonds in Höhe von rund 650 000 Mark. Die Veranstalter erneuerten noch einmal die Forderung nach einer kontinuierlichen Förderung von "Tanz im August", das trotz kurzfristiger Mittelvergabe mittlerweile zu den renommiertesten Festivals in Europa gehört.

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