Internet-Abstimmung : Wird Neuschwanstein kein "neues Weltwunder"?

Der Erfinder der Wahl der "Sieben neuen Weltwunder" ist über die mangelnde Unterstützung der Deutschen für das Schloss Neuschwanstein enttäuscht.

Schloss Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein. -Foto: ddp

MünchenDer Erfinder der Wahl der "Sieben neuen Weltwunder" ist über die mangelnde Unterstützung der Deutschen für das Schloss Neuschwanstein enttäuscht. "Ich fände es schade, wenn das Schloss es nicht unter die ersten sieben schafft", sagte Initiator Bernard Weber "Vanity Fair Online". Rein theoretisch sei zwar noch nichts entschieden, doch das Schloss Neuschwanstein sei bislang nicht einmal unter den ersten zehn. Das Ergebnis der Abstimmung über die "Sieben neuen Weltwunder" wird am Samstag in Lissabon verkündet.

Für Weber ist die mangelnde Begeisterung der Deutschen für das Projekt ein europäisches Phänomen. "In Europa dient Internet scheinbar nur zum Chatten, Surfen und Konsumieren", sagte der Schweizer Autor und Dokumentarfilmer. "Der Großteil der europäischen Länder, mit der Ausnahme von Spanien und England, macht den Eindruck, als wolle er am Rest der Welt gar nicht teilhaben."

Die weltweite Abstimmung hatte Weber vor sieben Jahren ins Leben gerufen. Zur Wahl standen zunächst 200 Gebäude und Monumente auf der ganzen Erde. Bis heute wurden den Angaben zufolge 70 Millionen Stimmen abgegeben. Schloss Neuschwanstein schaffte es als einziger Kandidat aus Deutschland unter die 20 Finalisten. (mit ddp)

Internet: www.new7wonders.com

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