Interreligiöser Dialog : Lösung im Streit um Hessischen Kulturpreis

Im Streit um die Vergabe des Hessischen Kulturpreises zeichnet sich eine Lösung ab. Der muslimische Orientalist und Schriftsteller Navid Kermani soll aus Sicht der drei Co-Preisträger Salomon Korn, Kardinal Karl Lehmann und Peter Steinacker doch mit ausgezeichnet werden.

Darauf einigten sich die drei bei einem rund zweistündigen Gespräch mit Kermani im Mainzer Bischofshaus. Die hessische Staatskanzlei hatte Kermani im Mai dieses Jahres als Preisträger ausgeschlossen, weil zwei der Mitpreisträger, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann und der ehemalige Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Peter Steinacker, es abgelehnt hatten, den Preis mit Kermani zu empfangen. Sie hatten eine Bildbeschreibung Kermanis in der „Neuen Zürcher Zeitung“ kritisiert, in der dieser ihrer Auffassung nach die Kreuzestheologie als „Gotteslästerung“ ablehnte.

Das Kuratorium des Preises hatte daraufhin entschieden, die Preisverleihung vom 5. Juli auf den Herbst zu verlegen. Der Hessische Kulturpreis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich für den interreligiösen Dialog in Deutschland engagieren. ddp

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