• INTERVIEW MIT BERLIN FESTIVAL-VERANSTALTER CONNY OPPER: „Der Flughafen Tempelhof ist eine Traum-Location“

INTERVIEW MIT BERLIN FESTIVAL-VERANSTALTER CONNY OPPER : „Der Flughafen Tempelhof ist eine Traum-Location“

Herr Opper, das Berlin Festival bildet wieder den Abschluss der Berlin Music Week inklusive der Popkomm. Welche Vorteile hat diese Zusammenarbeit?



Viele. Das vergangene Berlin Festival war trotz des vorzeitigen Abbruchs das bislang erfolgreichste, wir hatten 15 000 Besucher. Zur Popkomm kommt viel internationales Fachpublikum in die Stadt, das haben wir zuvor in der Form nicht angesprochen.

Das Image der Popkomm war am Boden. Es gab laute Zweifel am Sinn einer solchen Messe.

Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit, wir ergänzen uns. Für die Popkomm-Besucher ist es toll, neben dem Messealltag mitzuerleben, wie ein paar Meter weiter die Vorbereitungen für das Festival laufen. Außerdem gibt es die Popkomm seit 20 Jahren. Sie ist eine international eingeführte Musikmesse, Image hin, Image her.

Im vergangenen Jahr wurde das Festival vorzeitig abgebrochen, weil es zu Gedränge kam und die Bilder der Loveparade-Katastrophe noch präsent waren. Welche Konsequenzen haben Sie daraus gezogen?

Wir haben einige Veränderungen vorgenommen. Der Einlass erfolgt diesmal nicht über die zentrale Empfangshalle, sondern über Hangar 6, also separat vom ausklingenden Geschehen der Musikwoche. Die Tore zwischen den Hangars werden offen sein, der Publikumsfluss ist gewährleistet. Die Bühnen stehen diesmal quer, so dass man optimale Einsicht hat.

Das Line-Up besteht aus Künstlern wie Primal Scream, Suede und Casper, die Beginner spielen nach sieben Jahren zum ersten Mal. Wie konnten Sie die gewinnen?

Allein das Wort Berlin im Namen zu haben, ist große Werbung. Die Stadt ist in aller Munde, für viele Künstler ist es die coolste Stadt überhaupt, deshalb kommen sie gerne. Der Vibe des Festivals ist authentisch, er hat mit der Qualität zu tun. Die Leute haben Lust, dabei zu sein. So auch die Beginner. Um deren exklusive Reunion-Show haben sich auch andere Festivalveranstalter bemüht. Dass wir den Zuschlag bekommen haben, hat vermutlich mit unserem guten Verhältnis zu deren Plattenfirma Buback zu tun. Das Berlin Festival ist ein außergewöhnliches Festival und insofern der richtige Rahmen.

Ein anderer Ort als Tempelhof – wäre das für Sie denkbar?

Der Flughafen Tempelhof ist der Ort, an dem wir das Festival sehen. Eine Traum-Location. Von unserer Seite gibt es keinen Grund, daran etwas zu ändern. Wir sind zu Hause angekommen, hier wollen wir bleiben. Wir waren das erste Festival vor Ort, dafür haben wir uns sehr engagiert. Wir haben bewiesen, dass wir entsprechende Inhalte liefern, um die außergewöhnliche Location mit Leben zu füllen.

Das Gespräch führte Nana Heymann

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