Kultur : Irak protestiert: Altertümer versteigert

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Irakische Behörden haben vergeblich versucht, die Versteigerung zweier archäologischer Fundstücke aus der Sumerer-Zeit in München zu verhindern. Wie ein Sprecher der Zollfahndung sagte, endete die Versteigerung, bei der die rund 4000 Jahre alten Objekte in einem Auktionshaus in der bayerischen Landeshauptstadt und auch im Internet angeboten worden seien, bereits am Dienstag. Die Altertümer seien im Irak gestohlen worden. Der Beamte erklärte, bei den Stücken handele es sich um eine kleine Statue und einen 11,7 Zentimeter großen beschrifteten Nagel aus Ton, der aus der Zeit von König Schulgi aus Ur (2095 – 2047 v. Chr.) stamme. Die deutschen Behörden hatten aufgrund einer im Inland erstatteten Anzeige Ermittlungen aufgenommen, wegen fehlender gesetzlicher Möglichkeiten aber gab es keine Handhabe gegen die Versteigerung. In wessen Besitz sich die Altertümer zurzeit befinden, sagte der Experte nicht. dpa

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