Kultur : Irischer Autor McGuffin kurz vor seinem 60. Geburtstag gestorben

mo/yybb/mh

Der irische Schriftsteller Sean McGuffin ist am Sonntag zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag in Derry gestorben. Das teilten sein Hamburger Verlag Edition Nautilus und die Berliner Zeitschrift "telegraph" am Montag mit. An diesem Dienstag war McGuffin zu einer Geburtstagsfeier in das Kaffee Burger in Berlin eingeladen, die nun als "Feier auf sein Leben" mit zahlreichen Freunden und Kollegen stattfinden soll, wie die Edition Nautilus betonte.

Der in Belfast geborene McGuffin bezeichnete sich selbst als "Republikaner, Anarchist, intellektueller Rowdy und Schriftsteller". Als Ulrike Meinhof 1976 in ihrer Haftzelle erhängt aufgefunden wurde, wurde er Mitglied der internationalen Untersuchungskommission. McGuffin war Mitglied der Peoples Democracy, einer studentischen Bürgerrechtsorganisation und begann zu schreiben, als er 1971 von der britischen Armee interniert wurde. Seine ersten beiden Bücher erschienen 1973 "Internment" und 1974 ("Guineapigs"), in denen er die Geschichte der Internierung darstellt.

Sein 1990 bei Nautilus erschienenes Buch "Der Hund" wurde bisher von keinem britischen Verlag veröffentlicht, betonte Nautilus. Anfang der 80er Jahre emigrierte McGuffin für einige Jahre in die USA. Über diese Zeit veröffentlichte er den Roman "Der fette Bastard" (1997 bei Nautilus). "Last Orders. Neue Geschichten" erschien im Herbst 2001 in Deutschland. McGuffins Roman über den aus Derry stammenden Abenteurer Charles Nomad McGuinness werde postum herauskommen, kündigte die Edition Nautilus an.

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