Kultur : Israel hat gewählt: Immer vorne weg

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Im Folgenden eine Auflistung der wichtigsten biografischen Angaben zu Scharon.



Privat: Geboren am 27. September 1928 als Ariel Scheinermann. Zweifacher Witwer, dreifacher Vater: Der eine Sohn, Omri, leitete seine Wahlkampagne, der andere, Gilad, die Familienfarm am Rande der Negevwüste. Ausbildung: Abgeschlossenes Jura-Studium an der Uni Tel Aviv und Abschluss in Geschichte und Orientalistik an der Hebräischen Universität.

Militär: Ab 1945 Kämpfer in der (linken) vorstaatlichen Untergrundarmee Haganah. Verwundung im Unabhängigkeitskrieg 1948. 1952, im Studium, Ernennung zum Kommandanten der berüchtigten 101-Vergeltungs-Einheit. Leitete zwei Jahre später einen Vergeltungsschlag gegen das Dorf Qibya, bei dem von Zivilisten bewohnte Häuser bombardiert wurden. 1956: Kommandant der Fallschirmjäger-Brigade, die er im Sinai-Feldzug in einem verlustreichen Einsatz am Mitla-Pass im Sinai führte, den letzten Fallschirmjäger-Kampfeinsatz weltweit. Zehn Jahre später Beförderung zum Generalmajor. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 kommandierte er eine Panzerdivision. Zuletzt war er Oberkommandierender Süd und verließ die Armee zu Gunsten der Politik als klar wurde, dass er niemals zum Generalstabschef ernannt würde. Im Jom Kippur-Krieg 1973 wurde er wie andere Generale der Reserve zu Hilfe gerufen und überquerte an der Spitze einer Panzerdivision in der großen Gegenattacke als Erster den Suezkanal westwärts.

Politik: Intitiator des nationalliberalen Likud-Blocks, und ab 1974 mit einer Unterbrechung Abgeordneter des Likud. Kurzfristig Mitte der siebziger Jahre Spezialberater des damaligen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin. In Menachem Begins erster Regierung Landwirtschaftsminister und Siedlungs-Ausschuss-Vorsitzender. Danach Verteidigungsminister, der den Libanon-Krieg 1982 anzettelte als "Frieden für Galiläa"-Krieg. Eine staatliche Untersuchungskommission ordnete seinen Rücktritt an nach dem von der christlichen Falange verübten Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila. Zuletzt Außenminister unter Benjamin Netanjahu. Seit Netanjahus Wahlniederlage im Mai 1999 Likud-Parteichef und damit Oppositionsführer.

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