"Jamais contente" bei der Berlinale : Du bist nicht hässlich, Aurore!

Pubertät in Paris: „Jamais contente“ von Emilie Deleuze handelt von der 13-jährigen Aurore, die mit der Welt sehr unzufrieden ist.

Ella Urbach
Léna Magnien spielt Aurore in "Jamais contente".
Léna Magnien spielt Aurore in "Jamais contente".Foto: Berlinale

„Jamais contente“ bedeutet: nie zufrieden. Aurore ist 13 Jahre alt, lebt mit ihren Eltern, zwei Schwestern und der Großmutter in Paris und ist mit sich und der Welt sehr unzufrieden. Zum Beispiel findet sie sich hässlich und frigide. Aurore hatte nämlich schon einen Freund – aber der hat sie gelangweilt, und nun glaubt sie, dass es an ihr liegt.

Aurore ist auch in der Schule ziemlich schlecht, im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester, die Klassenbeste ist. Darum befürchtet sie, dass ihre Eltern sie nicht mögen. Auch, weil die darüber nachdenken, sie auf ein Internat zu schicken. Aber eins kann Aurore: Sie ist sehr schlagfertig, sagt allen, was sie denkt – und das nicht immer freundlich.

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Durch einen Schwangerschaftsausfall bekommt sie einen neuen Französischlehrer, und der sieht, was in ihr steckt. Er akzeptiert, dass sie keine Lust auf den langweiligen Schulstoff hat, er gibt ihr interessantere Aufgaben. Gleichzeitig fragt der Bruder ihrer besten Freundin sie, ob sie Sängerin in seiner Band sein möchte. Die besteht aus drei 16-jährigen Jungs, und wird sehr wichtig für sie. Am Ende des Films ist sie tatsächlich etwas weniger unzufrieden.

„Jamais contente“ wurde auf Französisch gezeigt und hatte englische und deutsche Untertitel. Manchmal verschwanden mir die Untertitel zu schnell, sodass ich nicht alles verstanden habe, aber insgesamt fand ich den Film gut. Das Publikum hat viel gelacht und heftig applaudiert. Das hat das Filmteam sehr gefreut, denn sie haben an dem Tag den fertigen Film selbst zum ersten Mal gesehen und waren natürlich sehr aufgeregt, wie er ankommt.

Ella Urbach, 12 Jahre und ist eine der Kinderreporterinnen des Tagesspiegels.

21.2., 17.30 Uhr (Cinemaxx 1)

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