Kultur : Janet contra Michael

Wer soll hier eigentlich auf den Arm genommen werden?Eigentlich hat es Janet Jackson schon lange nicht mehr nötig, sich hinter ihrem großen Bruder Michael zu verstecken.Um so erstaunlicher war es, daß ihr Konzert in der Münchner Olympiahalle streckenweise wie eine Michael-Jackson-Parodie wirkte.Schließlich kann sie nicht nur äußerlich, sondern auch musikalisch die Verwandtschaft nicht leugnen.Als sich Janet dann auch noch wiederholt in der unvergleichlichen Art ihres Bruders in den Schritt griff und "I love you" in die Menge hauchte, da drängte sich die Frage auf: Wer soll hier eigentlich auf den Arm genommen werden? Michael Jackson oder das Publikum? Wer von der 31jährigen prickelnde Erotik erwartete, der mußte mehr als eine Stunde warten.Erst als sie ihren zwölf Jahre alten Hit "Nasty" sang, löste sie bei ihrem hochgeschlossenen Outfit die Krawatte.Unter dem Jubel der Zuschauer öffnete sie schließlich die weiße Bluse und erlaubte einige Blicke auf ihren schwarzen BH.Doch damit nicht genug: Ein völlig überraschter - und bald darauf völlig verstörter - jugendlicher Fan wurde auf die Bühne geholt und auf einen Stuhl plaziert, um dann Janets holde Weiblichkeit ganz aus der Nähe betrachten zu dürfen.Die Videoleinwand zeigte in Nahaufnahme, wie Jackson dem vor Aufregung zitternden Jungen über die Wangen strich - und dann mit ihm hinter der Bühne verschwand.Das tat seine Wirkung beim vorwiegend weiblichen Publikum. AP

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