Kultur : Japanischer Kunstpreis: Praemium Imperiale für H. W. Henze und Richard Rogers

Der Komponist Hans Werner Henze erhält in diesem Jahr den japanischen Kunstpreis Praemium Imperiale für sein musikalisches Lebenswerk. Die zum zwölften Mal vergebene Auszeichnung gilt als "Nobelpreis der Künste" und ist mit umgerechnet je 290 000 Mark eine der am höchsten dotierten Ehrungen der Welt. Weitere Preisträger sind die französische Bildhauerin Niki de Saint Phalle, der britische Architekt Richard Rogers, der amerikanische Maler Ellsworth Kelly und der Musical-Komponist Stephen Sondheim (gleichfalls aus den USA). Ein mit umgerechnet 95 000 Mark ausgestattetes Stipendium für junge Künstler wurde dem Ulster Youth Orchestra aus Nordirland zuerkannt. Damit soll den Musikern eine Tournee ermöglicht werden. Die Preise werden im Oktober in Tokio übergeben. Die Japan Art Association, die den Preis verleiht, ehrt jährlich fünf Künstler für die weltweite Wirkung ihres Lebenswerks. Zu ihrem Beratergremium gehört auch der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Der in Gütersloh geborene Hans Werner Henze (74) gilt als einer der bedeutendsten europäischen Komponisten der Gegenwart. Er schrieb mehrere Opern, darunter "König Hirsch" und "Die Bassariden". Seine zehnte Sinfonie soll im Jahr 2002 bei den Luzerner Festwochen uraufgeführt werden.

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