Kultur : Japans Kunstpreis für Dench, Kapoor und Ozawa

Der mit je 130 000 Euro dotierte Praemium Imperiale wird dieses Jahr an Judi Dench, Anish Kapoor, Ricardo Legorreta, Seiji Ozawa und Bill Viola verliehen. Dies gab die Japan Art Association in Anwesenheit von Prinz Hitachi in London bekannt. Die britische Schauspielerin Dench, die als „Bond“-Chefin M berühmt wurde und für ihre Elizabeth I. in „Shakespeare in Love“ einen Oscar erhielt, wird in der Kategorie Theater/Film geehrt, der britischindische Künstler Anish Kapoor in der Kategorie Skulptur, Legorreta als Architekt. Mit ihm wird erstmals ein Mexikaner ausgezeichnet. Seine Architektur kombiniert traditionelle Bauweisen Mexikos mit der westlichen Moderne und bezieht zudem die Umwelt mit ein. Japans berühmtester Dirigent Ozawa, der 29 Jahre das Boston Symphony Orchestra leitete und 2012 das Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker dirigieren wird, ist Preisträger in der Kategorie Musik, der amerikanische Videopionier Bill Viola in der Kategorie Malerei. Den mit rund 43 000 Euro dotierten Nachwuchspreis teilen sich das Royal Court Young Writers Programme und die Southbank Sinfonia aus London.

Die zum 23. Mal vergebene Auszeichnung würdigt Künstler von internationalem Rang und will einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leisten. Die Preisverleihung findet am 19. Oktober in Tokio statt. Klaus-Dieter Lehmann, Leiter des Goethe-Instituts und Vorsitzender des deutschen Nominierungskomitees, wird die Preisträger am 14. Juli in Berlin ausführlicher vorstellen. Tsp

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