Kultur : Jean Améry-Preis: Die Auszeichnung wird neu aufgelegt

Auf Initiative des österreichischen Schriftstellers Robert Menasse wird in diesem Jahr erstmals seit neun Jahren wieder der Jean Améry-Preis für Essayistik vergeben. Mit dem Preis soll künftig alle zwei Jahre essayistische Aufklärung in der Tradition Jean Amérys gefördert werden. Neben Menasse, der jüngst mit dem österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik ausgezeichnet wurde und sein Preisgeld eigens für diesen Zweck stiftet, beteiligen sich nun auch der Klett-Cotta Verlag und die Wiener Creditanstalt. Der Jean Améry-Preis ist mit 250 000 Österreichischen Schillingen dotiert. Der Preisträger soll am 1. September 2000 in Stuttgart bekannt gegeben werden. Seine Vorgänger waren Lothar Baier, Barbara Sichtermann, Matthias Greffrath und Reinhard Merkel. Nach der letzten Preisvergabe 1991 hatte sich der Klett-Cotta Verlag nicht mehr in der Lage gesehen, das Preisgeld alleine aufzubringen. Durch die Beteiligung Robert Menasses und der Creditbank kann der Preis nun wieder ausgelobt werden. Die Jury besteht aus Heinz-Ludwig Arnold, Peter Demetz, Irene Heidelberger-Leonard, Ruth Klüger und Sigrid Löffler.

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