Kultur : Jeppe Hein

Katrin Wittneven

In der Welt des 1974 geborenen Dänen Jeppe Hein ist nichts gewiss: Vor der Tür der Galerie Johann König (Weydingerstraße 10, bis 18. Juni) ) steht eine Bank, deren Sitzfläche gebogen ist, als wäre sie aus Wachs, drinnen hängen Kuben aus Neonröhren, die permanent ihre Form verändern, schweben und liegen Quader, die an einer Ecke brennen oder ein Mordsspektakel machen, wenn man sich ihnen nähert. Die Bezüge der Ausstellung „minimal overlaod“ von den amerikanischen Minimalisten bis zu Bruce Nauman liegen auf der Hand. Und doch gelingt es Hein, dessen Fontänen auf der letzten Biennale in Venedig unvergesslich sind, seinen präzisen Installationen eine wahrhaft schwingende Leichtigkeit zu verleihen (Preise zwischen 9000 und 20000 Euro). Entziehen kann sich keiner. Spätestens wenn der Künstler in Neonschrift fragt „Warum bist Du hier und nicht woanders?“.

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