Jubiläum : 50 Jahre lang geschlumpft

Die Schlümpfe haben die Welt erobert. Jetzt feiern die berühmten blauen Mützenträger Geburtstag.

Schlümpfe
Thierry Culliford: Er ist der Sohn des Schlümpfe-Erfinders "Peyo". -Foto: dpa

BerlinEigentlich wollte der belgische Cartoonist Pierre Culliford alias Peyo die Schlümpfe 1958 nur als Nebenfiguren in einer Folge seines Comics "Johann uund Pirlouit" auftreten lassen. Doch "dem Publikum haben sie so gut gefallen, dass Pierre aus der Szene eine eigene Serie entwickelt hat", sagt Peyos Witwe Nine Culliford. Aus dem Gastauftritt in "Johann uund Pirlouit" wurde ein Welterfolg: Die Comics wurden bereits in 27 Sprachen übersetzt, für Sammler und Fans gibt es heute 540 lizensierte Schlumpffiguren.

Doch noch vor den blauen Wesen, die niemals ihre Mützen abnehmen, existierte laut Nine Culliford das Wort "schlumpfen". "Es sollte jedes Wort ersetzen, das einem gerade nicht einfällt", sagte sie. Erst nach dieser Schlumpfsprache seien die Figuren dazu entstanden.

Schlumpfmania in den 80ern

1981 ging Peyo in die USA, um im Zeichentrickstudio Hanna-Barbera Cartoons an den berühmten Schlumpf-TV-Serien zu arbeiten. Diese lösten besonders in den 80er Jahren eine wahre Schlumpfmania aus, berichtet Peyo-Biograph Hugues Dayez. Bis heute seien 256 Folgen produziert worden, die in mehr als 30 Ländern liefen.

Seit Peyos Tod vor 15 Jahren sind bereits weitere 15 Comics erschienen. "Wir möchten die Figuren innerhalb des Familienbetriebes weiterentwickeln", sagte Hendrik Coysman, Geschäftsführer von IMPS, dem Lizenzgeber für alle Schlumpf-Produkte. Außerdem arbeite man an einem "Remastering" der 272 Stunden Filmmaterial der Zeichentrickserie. Zum Schlumpfjubiläum habe sich sogar die belgische Post ein Geschenk überlegt und Schlumpfbriefmarken herausgebracht. (kj/ddp)

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