• Käptn Peng, Pokey LaFarge, The Charlatans, She-Devils: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Käptn Peng, Pokey LaFarge, The Charlatans, She-Devils : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, Pokey LaFarge, The Charlatans und She-Devils.

Manischer Eskapismus. Andrew Heissler, genannt Pokey LaFarge will der Gegenwart mit seiner Musik entfliehen.
Manischer Eskapismus. Andrew Heissler, genannt Pokey LaFarge will der Gegenwart mit seiner Musik entfliehen.Foto: Nate Burrell

Pokey LaFarge: Manic Revelations (Concorde)

Es gibt viele Wege, einer tristen Gegenwart zu entfliehen. Andrew Heissler, genannt Pokey LaFarge, tut es mit seiner Musik. Auf den Spuren der Großväter durchstreift er das Mississippi-Delta, swingt lässig zwischen Ballroom, Vaudeville und Country Blues. Dass ein solcher Eskapismus manische Züge annehmen kann, ist in Pokeys Fall sogar gesund. Fanny Tanck, Radio eins

Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi: Das Nullte Kapitel (Kreismusik)

Nicht Rap, sondern schnell vorgetragene Gedichte sei das, was aus seinem Mund komme, sagt Robert Gwisdek alias Käptn Peng und macht klar, dass er sich nicht der Hip-Hop-Szene zugehörig fühlt. Die Skills wären da, aber „Das Nullte Kapitel“ bewegt sich in anderen Sphären: verspult-versponnener Math-Jazz umspielt und beklöppelt verschachtelte Lyrik, die viel zu denken aufgibt. Andreas Müller, Moderator

The Charlatans: Different Days (PIAS)

Auf ihrem 13. Album schmeißen die Charlatans die Zeitmaschine in Richtung längst vergangene, bessere Tage an. In eine Zeit vor Brexit, Terrorangst und zwei Todesfällen in der Band. Laut Sänger Tim Burgess wollte man ein positives Album für upgefuckte Zeiten aufnehmen. Entstanden ist eine Platte, die man in ihrer Heimatstadt Manchester wohl als „upbeat“ beschreiben würde. Christine Franz, Musikjournalistin

She-Devils (Secretly Canadian)

Sängerin Audrey Ann Boucher und Gitarrist Kyle Jukka aus Montreal richten auf ihrem Debütalbum einen kunterbunten Schnipselsalat an aus Surf-Gitarren, Liebes-Lyrics, Geräuschsampels, verführerischem Gesang und minimalistischer Elektronik. In seiner Vintage-Ästhetik und Verspieltheit sehr sympathisch, allerdings wenig nachhaltig. Nadine Lange, Tagesspiegel

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