Kultur : Kammermusiksaal: Gerechtigkeit für Tschaikowsky

20 Uhr: Kammermusiksaal[Herbert-von-K],Tiergarten[Herbert-von-K]

Michail Pletnjew ist ein Pianist, an dem sich die Geister scheiden. Was er will, macht der Russe kompromisslos und mit kühlem Kopf deutlich. Und das entspricht selten dem Gewohnten. Wenn nun Chopins Scherzi auf seinem Berliner Rezital-Programm stehen, sollte man darum nicht unbedingt Kuschelklassik erwarten. Tschaikowskys große G-Dur-Klaviersonate dürfte aber selten wieder so hochkarätig zu erleben sein. Der umfangreiche Viersätzer aus dem Jahre 1878 gilt gemeinhin als langweilig und wird darum gemieden. Für Pletnjew umso mehr ein pianistischer Ansporn.

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