• Kampagne der Toten Hosen mit Pro Asyl: Band um Campino fordert "klare Kante gegen Rassismus"

Kampagne der Toten Hosen mit Pro Asyl : Band um Campino fordert "klare Kante gegen Rassismus"

Die Toten Hosen unterstützen die von Pro Asyl angeregte Anti-Rassismus-Kampagne. "Wegschauen heißt mitmachen" heißt es im gemeinsamen Appell der Initiative mit den Punkrockern um Sänger Campino.

"Laune der Natur" heißt das neue Album der Toten Hosen - und auch die Tournee, die am Sonntagabend in Chemnitz startete.
"Laune der Natur" heißt das neue Album der Toten Hosen - und auch die Tournee, die am Sonntagabend in Chemnitz startete.Foto: dpa/Henning Kaiser

Zum Auftakt ihrer neuen Tournee "Laune der Natur" haben die Die Toten Hosen zum Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aufgerufen. „Es ist wichtig, dass wir Hass und Vorurteilen entgegentreten“, heißt es in einem am Sonntag verbreiteten Aufruf. Die Band unterstützt damit die von Pro Asyl initiierte Kampagne „Wir geben keine Ruhe - Gemeinsam gegen Rassismus“.
„Es geht um Menschenrechte und Respekt“, erklärten die Punkrocker um Sänger Campino. Tag für Tag würden Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte verübt. Bis Ende Oktober wurden in diesem Jahr laut Pro Asyl mehr als 800 Vorfälle registriert, im Durchschnitt sind das mehr als drei Angriffe täglich.
Pro Asyl und die Band fordern in ihrer Kampagne, „klare Kante gegen Rassismus zeigen“. Wer gegen Migranten und Flüchtlinge hetze, sei für die Gewalttaten mitverantwortlich: „Weghören oder wegschauen heißt mitmachen.“ Weiter sprechen sie sich für eine „konsequente Aufklärung“ rassistisch motivierter Gewaltverbrechen durch Polizei und Staatsanwaltschaft sowie für ein Bleiberecht für Opfer rassistischer Attacken aus.
Die Toten Hosen, die zum Tournee-Auftakt am Sonntagabend in Chemnitz auftreten und bis Ende des Jahres in 25 Städten gastieren, unterstützen die Arbeit von Pro Asyl nach eigenen Angaben seit mehr als 15 Jahren. Mit ihrem Song „Willkommen in Deutschland“ stellten sie nach rechtsextremen Anschlägen und Ausschreitungen etwa in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen bereits Anfang der Neunzigerjahre rassistische Hetze und Gewalt. epd/Tsp

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