Kultur : Kasachischer Goethe-Preisträgerin Berlin

Der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabayev, der im Frühjahr wegen angeblicher „Anstiftung zur sozialen Unruhe“ in seiner Heimat inhaftiert worden war, hält sich mittlerweile in Berlin auf, wie eine Sprecherin des Goethe-Instituts bestätigte. Er wird am 28. August in Weimar die Goethe-Medaille entgegennehmen, gemeinsam mit der litauischen Intellektuellen und Holocaust-Überlebendent Irena Veisaité und dem bosnischen Autor Dzevad Karahasan. Atabayev, der im kasaschischen Almaty das Deutsche Theater leitet, hatte mehrere Wochen im Gefängnis gesessen, weil er sich mit streikenden Ölarbeitern im westkasachischen Schanaosen solidarisiert hatte. Bei Zusammenstößen mit der Polizei waren dort im Dezember 2011 mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Seine Verhaftung hatte internationale Proteste ausgelöst. Aus Deutschland hatten sich Regisseur Volker Schlöndorff und der Theaterleiter Roberto Ciulli in einem offenen Brief an Atabayevs Richter gewandt. Tsp/dpa

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