Kultur : Kein Geld für das internationale Literaturfestival

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Das Internationale Literaturfestival Berlin, das vom 13. bis 23. Juni 2002 zum zweiten Mal stattfinden soll, steht vor gewaltigen finanziellen Problemen. Der Hauptstadtkulturfonds hat einen Subventionsantrag über 750 000 Mark abgelehnt, der über die Hälfte des Budgets ausmachen würde. In diesem Jahr hatte die Stiftung Klassenlotto nach Angaben des Festivalleiters Ulrich Schreiber 400 000 Mark bewilligt, sieht sich aber nur jedes zweite Jahr in der Lage, ein solches Projekt zu fördern. Die Anteile privater Sponsoren, des Auswärtigen Amtes und von Instititutionen wie der Bundeszentrale für politische Bildung reichen Schreiber zufolge nicht aus, das Programm mit dem Schwerpunkt Spanien im geplanten Rahmen durchzuführen. Ob die Entscheidung des Hauptstadtkulturfonds auch als politisches Signal zu werten ist, muss Spekulation bleiben. Fest steht aber, dass die Initiatoren des Berliner Sommerfests der Literaturen, das im unmittelbaren Anschluss an das Internationale Literaturfestival vom 28. Juni bis zum 7. Juli 2002 stattfindet, Ulrich Schreiber mehrfach gebeten haben, auf eine Verlegung seines Festivals hinzuwirken. Thomas Wohlfahrt von der Literaturwerkstatt Berlin und Detlef Bluhm vom Verband der Verlage und Buchhandlungen fanden dabei kein Gehör.

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