Kultur : Keine Einigung über Rückgabe der Baldin-Sammlung

Die russische Regierung dementiert Meldungen über eine Rückführung der BaldinSammlung nach Deutschland. Kulturminister Alexander Sokolow nannte einen Bericht des Wochenmagazins „Itogi“ einen „echten Bluff“. Auch der deutsche Kulturstaatsminister konnte eine Einigung im Streit um den Verbleib der Sammlung nicht bestätigen.Dem russischen Magazin zufolge hat sich eine Arbeitsgruppe der Kulturministerien beider Länder darauf verständigt, dass die Sammlung noch in diesem Jahr in die Bremer Kunsthalle zurückkehren werde. Dafür, so „Itogi“, verpflichte sich Deutschland zur Zahlung von zwei Millionen US-Dollar, die der Sanierung von Kulturdenkmälern in Pskow und Nowgorod zugutekommen sollten. Auch diese Details werden von beiden Seiten dementiert, die Verhandlungen sollen vielmehr noch bis zu einem unbestimmten Zeitpunkt andauern. Derzeit befindet sich die Baldin-Sammlung mit 365 Meisterzeichnungen, unter anderem von Rembrandt, Rubens, van Gogh und Dürer, im Moskauer Puschkin-Museum. 1945 war sie von dem russischen Offizier Viktor Baldin aus dem brandenburgischen Schloss Karnzow gerettet worden. Tsp/dpa

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