Kultur : Keine Kunst-Kaaba für Berlin

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Bereits im Sommer hatte der deutsche Biennale-Künstler Gregor Schneider eine Absage für seinen sechs mal sechs mal sechs Meter großen, schwarzen Kubus auf dem Markusplatz in Venedig erhalten. Nun wurde ihm auch in Berlin die Aufstellung versagt. Eine weitere Enttäuschung für den Bildhauer aus Rheydt, der vor vier Jahren für seine Verwandlung des deutschen Pavillons in das „Tote Haus Ur“ in Venedig den Goldenden Löwen erhielt und vom Direktorium der Biennale 2005 erneut um einen Beitrag gebeten worden war. Die Stadtverwaltung Venedigs hatte seinen schwarzen Würfel jedoch abgelehnt, da er zu stark an die Kaaba in Mekka erinnern würde und deshalb Attentate zu befürchten seien.

Als Ausweichmöglichkeit hatte Schneider deshalb Kontakt mit dem Hamburger Bahnhof in Berlin aufgenommen. Generaldirektor Peter-Klaus Schuster ließ ihm nun mitteilen, dass allein der Markusplatz mit seinen Kolonnaden zur Präsentation geeignet sei. Der Künstler reagierte darauf mit Verstimmung, da er seine ebenso an das schwarze Quadrat Malewitschs erinnernde Installation keineswegs für einen einzigen Ort entwickelt haben will. Ihm zum Troste signalisiert nun der Leiter des Hamburger Bahnhofs, Eugen Blume, dass der Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen sei. Das Schattenspiel um Schneiders schwarze Kaaba kann also weitergehen. NK

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