Kindercomic von Judd Winick : Vom Himmel gefallen

„Hilo“ ist ein turbulenter Alien-Abenteuer-Spaß.

Lars von Törne
Manche Freunde sind nicht von dieser Welt.
Manche Freunde sind nicht von dieser Welt.Illustration: Guy Major

Er trägt nur eine silberne Unterhose. Eines Tages fällt ein blonder Junge zur Erde und bringt das Leben des zehnjährigen Daniel Jackson, genannt D.J., durcheinander. Hilo heißt der Besucher, und da er große Erinnerungslücken hat, wird erst nach und nach klar, dass er in Wirklichkeit nicht nur kein blonder Junge ist, sondern auch eine verrückte Vorgeschichte hat. Die führt im Laufe des ersten Sammelbandes dieser Comicserie unter anderem dazu, dass die Erde zum Ziel von Killerrobotern aus einer fremden Galaxie wird.

Mit pointierten, auch für erwachsene Leser witzigen Dialogen und reduzierten cartoonhaften Zeichnungen erweckt US-Autor und Zeichner Judd Winick Hilo, D.J. und ihre Freundin Gina zum Leben. Die ist ein modernes Mädchen, das sich furchtloser als D.J. in dieses Abenteuer stürzt. Es wird viel gerannt und geschrien, gekämpft und gelacht.

Das Tempo der Geschichte ist hoch, dennoch gibt es überraschend viel Tiefgang: Neben Verfolgungsjagden, Prügeleien mit aggressiven Aliens und sukzessive gelüfteten Geheimnissen geht es um Themen wie Selbstwertgefühl und den Wert von Freundschaften. Weltrettung als großes, turbulentes Abenteuer mit Aha-Effekt. Und das mit bislang offenem Ausgang: Die Fortsetzung erscheint in Form von Band 2 im März.

Judd Winick: Hilo: Der Junge, der auf die Erde krachte. Aus dem Englischen von Aranka Schindler, Farben: Guy Major, Lettering: Hartmut Klotzbücher. Popcom, Hamburg 2016. 196 S., 14 Euro. Ab zehn Jahren.

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