Kino : Boyle stellt "Sunshine" vor

In Berlin hat Regisseur Danny Boyle seinen Science-Fiction-Thriller "Sunshine" vorgestellt. Gleichzeitig kündigte er eine Fortsetzung des Drogendramas "Trainspotting" an.

Berlin - Boyle sagte, er wolle die "Trainspotting"-Fortsetzung mit den selben Schauspielern besetzen wie den ersten Teil. Das Problem sei, dass diese alle so gut aussähen wie nach einer Kur in Baden-Baden, scherzte er. Hauptrolle in dem Film von 1996 spielte Ewan McGregor.

Einen Zeitpunkt für die Fortsetzung nannte Boyle aber nicht. Er wolle zeigen, was aus den Figuren, die nun um die 40 wären, geworden ist.

In Berlin stellte der Regisseur mit Hauptdarsteller Cillian Murphy ("The Wind That Shakes the Barley") den Science-Fiction-Thriller "Sunshine" vor, der am 19. April in den Kinos startet. Darin geht es um die Besatzung eines Raumschiffs, das in 50 Jahren auf dem Weg zur Sonne ist, weil diese zu erlöschen droht. Mit einer Bombe wollen die Wissenschaftler sie wieder entzünden, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. "Es hat wohl noch nie einen Film über die Sonne gegeben", sagte Boyle. Seine Schauspieler ließ er vor den Dreharbeiten zwei Wochen lang wie Studenten zusammen wohnen, damit diese sich und das enge Miteinanderleben kennen lernen. "Das hilft wirklich", meinte Boyle. Das Buch zum Film, der rund 30 Millionen Euro kostete, schrieb Alex Garland ("The Beach").

"Viele blöde Fragen"

Murphy (30) spielt darin einen Physiker. Zur Vorbereitung auf das Raumschiff-Szenario seien er und seine Kollegen tauchen gegangen und hätten zudem Erfahrungen mit der Schwerelosigkeit gesammelt, berichtete er. Außerdem habe er das Kernforschungszentrum Cern in Genf besucht. "Ich habe viele blöde Fragen gestellt", sagte Murphy. Mit Boyle drehte der Ire bereits den Thriller "28 Days Later".

Der Regisseur sagte, er sei sich bewusst, dass es ein Risiko sei, das Genre Science Fiction zu wählen. Eigentlich gebe es immer drei Bestandteile: "ein Raumschiff, eine Besatzung und ein Signal". Boyle wollte keinen der üblichen Katastrophenfilme drehen, deswegen sei das Ende auch anders als bei diesen. Nun sei er wieder bereit für realistische Stoffe. "Ich würde gerne zur Erde zurückkehren." (tso/dpa)

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