Kino : Französischer Filmemacher Girod gestorben

Der französische Filmemacher Francis Girod ist tot. Der 61-Jährige erlag nach Angaben von Rettungskräften in der Nacht zu Sonntag in einem Hotelzimmer in Bordeaux einem Herzinfarkt.

Paris - Girod war auch als Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler tätig. Er wurde am 9. Oktober 1944 in Semblancay bei Tours geboren und begann als Assistent von Regisseuren wie Roger Vadim und Jean-Pierre Mocky seine Karriere. Sein erster selbst gedrehter Film, "Trio Infernal" mit Michel Piccoli und Romy Schneider, kam 1974 in die Kinos. Weitere bekannte Werke sind "La Banquière" ("Die Bankiersfrau", 1980) ebenfalls mit Romy Schneider und "Le Bon Plaisir" ("Eine politische Liebesaffäre", 1984) mit Catherine Deneuve und Jean-Louis Trintignant.

Girod drehte auch zahlreiche Werbe- und Dokumentarfilme. 1992 wechselte er für Bertrand Taverniers Drogencop-Film "L.627" ("Auf offener Straße") vor die Kamera. Girod engagierte sich darüber hinaus als Vorsitzender der französischen Regisseursgesellschaft (1988-1989) und der Berufsvereinigung der Dramen-Schreiber und Komponisten (2005-2006) für seinen Berufsstand. "Je mehr man das Metier des Cinéasten ausübt, um so mehr liebt man es", sagte er 2003 bei seiner Aufnahme in die französische Akademie der schönen Künste. Vor einem Jahr wurde er in die französische Ehrenlegion aufgenommen. (tso/AFP)

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