Kino in Zahlen : „Basterds“ an der Spitze der Charts

Quentin Tarantinos Weltkriegs-Farce „Inglourious Basterds“ steht an der Spitze der deutschen Kinocharts. 363 000 Zuschauer sahen am Startwochenende den Film mit Brad Pitt, Christoph Waltz und Daniel Brühl. Hape Kerkelings zeitgleich gestartete Politklamotte „Horst Schlämmer – Isch kandidiere!“ steht mit 320 000 Besuchern von Donnerstag bis Sonntag auf Platz 2. Auch im Vergleich zu „Operation Walküre“ mit Tom Cruise schneiden die „Basterds“ erfolgreicher ab: Bryan Singers Hitler-Attentatsdrama musste sich am Premierenwochenende im Januar mit 320 000 Besuchern begnügen. An den US-Kinokassen verbuchte Tarantinos Film in den ersten Tagen knapp 38 Millionen Dollar und landete auf Platz eins der dortigen Charts: ein Start-Rekord für Tarantino in den USA. Weltweit spielte „Inglourious Basterds“ am vergangenen Wochenende über 65 Millionen Dollar ein, fast das Zehnfache seines 70-Millionen-Dollar -Budgets.

Das generelle Wiedererstarken des amerikanischen Films prägt auch die insgesamt zwiespältige Halbjahresbilanz der deutschen Kinobranche 2009: Während die Zahl der Lichtspielhäuser im Vergleich zu 2008 auf 1746 abnahm und die Zahl der Ortschaften mit Kino auf 985 und damit erstmals unter 1000 sank, stieg die Zahl der Besucher um vier Millionen auf 65 Millionen. Der Markanteil deutscher Filme sank auf 25,4 Prozent gegenüber dem Rekordwert von 33,9 Prozent 2008. Mit „Der Vorleser“, „Männersache“, „Operation Walküre“ und „Hexe Lilli“ knackten vier deutsche (Ko-)Produktionen die Eine-Million-BesucherMarke. Erfolgreichster Film im ersten Halbjahr 2009 war „Illuminati“ mit 4,2 Millionen Besuchern. (prim/chp)

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