Kultur : Kino-Krise: Immer weniger Besucher

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Vier deutsche Filme im Wettbewerb der Berlinale, eine Oscar-Nominierung für „Sophie Scholl“ – trotzdem war 2005 laut Peter Dinges, Vorstand der Filmförderanstalt (FFA), ein schlechtes Kinojahr. Nationale Blockbuster „Traumschiff Surprise“ und „Der Untergang“, die 2004 praktisch im Alleingang die Bilanz verbesserte, fehlten. Die Kinos verzeichneten landesweit einen drastischen Besucherrückgang von 18,8 Prozent. Das bedeutet, dass 29,4 Millionen Menschen weniger im vergangenen Geschäftsjahr ins Kino gingen als im Vergleichszeitraum zuvor. Das ist das schlechteste Ergebnis seit zehn Jahren. Der Abwärtstrend machte auch vor den deutschen Produktionen nicht Halt. Der deutsche Marktanteil sank auf 17,1 Prozent (Vorjahr: 23,8). Trotzdem blickt die FFA zuversichtlich in die Zukunft. Das Interesse am deutschen Film, vor allem im Ausland, sei ungebrochen, so Dinges. Gleich zehn deutsche Filme wurden 2005 „Besuchermillionäre“. Und Andreas Dresens Film „Sommer vorm Balkon“ hätten bereits in den ersten vier Wochen über eine halbe Million Kinogänger gesehen. Tsp

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