Kino : "Prinzessinnenbad" feierte Premiere

Die Kino-Doku "Prinzessinnenbad" hat ihre Deutschlandpremiere in der Berliner Volksbühne gefeiert. In dem Film geht es um Klara, Mina und Tanutscha, drei Mädchen aus Kreuzberg, um Jungs und das Erwachsenwerden.

Berlin - Auf der diesjährigen Berlinale gehörte der Film von von Bettina Blümner in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" zu den Publikumsfavoriten. Kinostart ist am 31. Mai. Zu den Gästen der Premiere zählten die Schauspielerinnen Hannah Herzsprung und Anna Maria Mühe sowie RBB-Intendantin Dagmar Reim.

Der Titel stammt vom "Prinzenbad", dem Freibad in Kreuzberg - dem Berliner Stadtteil, der nicht nur als bunt und multikulturell, sondern teilweise auch als Problemviertel gilt. Für die Filmemacherin waren vor allem die drei Mädchen ein Glücksgriff. Offen und ungekünstelt geben sie über rund 90 Minuten einen Einblick in ihre Welt und präsentieren sich gleichzeitig als starke junge Frauen, die sich auf dem rauen Kreuzberger Pflaster behaupten. Sie habe in ihren vier Berliner Jahren noch nie einen Film gesehen, der sie so beeindruckt habe, sagte RBB-Intendantin Reim in einem Grußwort.

Bei der Premiere bekamen besonders die Hauptdarstellerinnen viel Beifall, die Händchen haltend auf die Bühne kamen. Tanutscha verriet, dass sie sich bei der Zusage zu der Dokumentation nicht viel gedacht hätten: Dass dieser bei Arte laufen werde - "und keiner einen sieht". Stattdessen standen die Mädchen nicht nur bei der Berlinale, sondern auch in der Volksbühne im Rampenlicht. Als kleines Souvenir gab es dort einen Aufkleber mit einem Spruch von Tanutscha: "Ich komm' aus Kreuzberg, du Muschi" - das sagt sie einem Jungen am Telefon, der glaubt, dass sie aus dem braven Reinickendorf kommt. (tso/dpa)

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