Autogramm : Ehrung für Goldfingers Filmdesigner

Ken Adam steht jetzt im Gästebuch der Stadt, bei der Berlinale hilft er dem Nachwuchs im Talent Campus.

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Foto: DavidsDAVIDS/Darmer

Sein Name ist Adam, Ken Adam, und seit einiger Zeit gehört auch noch ein Sir dazu, was nicht vielen gebürtigen Berlinern gelingt. Der Filmdesigner gehört zu den Dauergästen in der Stadt, aus der seine Familie 1934 geflohen war. Bei der Berlinale ist er auch in diesem Jahr einer der Filmexperten, die dem Nachwuchs im Talent Campus mit ihrem geballten Wissen zur Verfügung stehen. Am Montag aber wurde Sir Adam eine besondere Ehre zuteil: Er und seine Frau Letizia trugen sich bei einer Feierstunde im Roten Rathaus unter Anwesenheit von Barbara Kisseler, Chefin der Senatskanzlei, ins Gästebuch der Stadt Berlin ein.

In der Tiergartenstraße 8, einer großbürgerlichen Stadtvilla, war der junge Klaus Hugo Adam am 5. Februar 1921 zur Welt gekommen, sein Vater war der Inhaber des bekannten Sporthauses S. Adam an der Südwestecke der Kreuzung Leipziger / Friedrichstraße. Das Kaufhaus ging 1932 pleite, den Neubeginn suchte der Vater ausgerechnet im Januar 1933. Die Flucht ein Jahr später führte Ken Adam, wie er jetzt hieß, nach England. Dort erst sah er die Ufa-File, die sein späteres Schaffen stark prägen sollten, „Dr. Mabuse“ etwa, „Caligari“ und natürlich „Metropolis“. An über 70 Filmen hat Sir Adam mitgewirkt, darunter Kubricks „Barry Lyndon“ und „Dr. Seltsam“ sowie die frühen Bond- Filme, samt „Dr. No“ und „Goldfinger“. ac

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