DER FILM Tipp … : … von Gregor Dotzauer

Eine Hochzeit und ein Todesfall – und dazwischen die Turbulenzen einer Familie in Taipeh. Die drei Stunden von Edward Yangs Yi Yi spiegeln das heutige Taiwan in einem Mikrokosmos, durch dessen Kälte- und Wärmezonen ein achtjähriger Junge führt. Sein träumerischer Charme geleitet den Zuschauer sicher durch dieses schwerelose Epos, mit dem der Ende Juni mit 59 Jahren gestorbene Regisseur 2001 seinen letzten Film schuf. „Yi Yi“ kennt die neonbeschienenen Einsamkeiten hinter Stahl und Glas und das natürliche Leuchten, das die Liebe auf Gesichter zaubert. Ein Meisterwerk des poetischen Alltagsrealismus.

(Babylon Mitte, Montag und Dienstag)

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