Deutsche Kindergeschichte : Europäischer Filmpreis für „Das weiße Band“

Mit einem Triumph für Michael Hanekes bereits im Mai mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichneten Film „Das weiße Band“ endete am Sonnabend die Gala zum 22. Europäischen Filmpreis in der Bochumer Jahrhunderthalle.

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Deutsche Kindergeschichte. Hanekes "Das weiße Band". -Foto: dpa

Die in strengem Schwarzweiß gefilmte „deutsche Kindergeschichte“ setzte sich damit gegen fünf nominierte Konkurrenten durch: „Slumdog Millionaire“ von Danny Boyle, „Der Vorleser“ von Stephen Daldry, „Un prophète“ von Jacques Audiard, „Fish Tank“ von Andrea Arnold und „So finster die Nacht“ von Thomas Alfredson.

Neben dem Hauptpreis gewann „Das weiße Band“ auch den Preis für die beste Regie und für das beste Drehbuch. Michael Haneke bezeichnete seinen von vier Ländern koproduzierten Film als „wahrhaft europäischen Film“.

Beste Schauspielerin wurde Kate Winslet für ihre Rolle in „Der Vorleser“, für die sie schon den Oscar gewonnen hatte.

Bester Schauspieler ist Tahar Rahim in „Un prophète“.

Als „Entdeckung des Jahres“ wurde der Film „Katalin Varga“ von Peter Strickland ausgezeichnet, der schon auf der Berlinale im Wettbewerb lief.

Einen Ehrenpreis erhielten die Schauspielerin Isabelle Huppert und der Regisseur Ken Loach.

Der Europäische Filmpreis wird alljährlich, weitgehend analog zum Oscar-Auswahlverfahren, von den 2000 Mitgliedern der European Film Academy in insgesamt 16 Kategorien verliehen. Der Preis 2010 wird in Tallinn vergeben. (Tsp)

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