Deutscher Filmpreis : Dörrie und Akin heiße Anwärter auf ''Lola''

Am Freitag wird der Deutsche Filmpreis 2008 verliehen. Die Favoriten: Doris Dörrie mit "Kirschblüten-Hanami" und Fatih Akin für seine Episodengeschichte "Auf der anderen Seite".

Hanami
Hannelore Elsner, Elmar Wepper und Doris Dörrie. -Foto: ddp

Berlin Vorhang auf für die Lola: "Kirschblüten-Hanami" von Doris Dörrie und "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin sind die Favoriten bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises an diesem Freitag um 18:30 Uhr in Berlin. Dörries Drama ist in sechs Kategorien nominiert, Akins Episodengeschichte "Auf der anderen Seite" in fünf. Der Deutsche Filmpreis ist mit rund 2,9 Millionen Euro die höchstdotierte nationale Kulturauszeichnung. Ein Preisträger steht schon fest: Der Filmemacher Alexander Kluge ("Abschied von gestern") wird für sein Lebenswerk geehrt.

Neben Akin und Dörrie dürfen sich die Regisseure Dennis Gansel ("Die Welle"), Christian Petzold ("Yella"), Robert Thalheim ("Am Ende kommen Touristen") und Ralf Westhoff ("Shoppen") Hoffnungen auf eine Lola-Statuette für den besten Film machen. Im Kino am erfolgreichsten war mit 1,7 Millionen Besuchern Gansels Neuverfilmung von "Die Welle" mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle. Akin wurde bereits in Cannes und beim Europäischen Filmpreis als Drehbuchautor ausgezeichnet. Dörries melancholisches Werk "Kirschblüten" gewann den Bayerischen Filmpreis und bekam viel Lob bei der diesjährigen Berlinale, ging dort im Wettbewerb aber leer aus. So haben auch das Film-Ehepaar Hannelore Elsner (beste Nebenrolle) und Elmar Wepper (beste Hauptrolle) Chancen auf eine Lola.

Nicht nominiert: "Keinohrhasen"

Akins Darstellerin Hanna Schygulla wurde für "Auf der anderen Seite" in der Kategorie "beste Nebenrolle" nominiert. In der Kategorie "beste männliche Hauptrolle" gehen neben Wepper auch Matthias Brandt ("Gegenüber") und Ulrich Noethen ("Ein fliehendes Pferd") ins Rennen. Für die "beste weibliche Hauptrolle" bewerben sich Nina Hoss ("Yella"), Carice van Houten ("Black Book"), Valerie Koch ("Die Anruferin") und Victoria Trauttmansdorff ("Gegenüber"). Hoss bekam 2007 für "Yella" den Silbernen Bären bei der Berlinale. Mit van Houten ist eine gebürtige Niederländerin unter den Nominierten.

Nicht beim Deutschen Filmpreis dabei ist Til Schweigers "Keinohrhasen", der sechs Millionen Besucher in die Kinos lockte. Die Komödie war wegen formaler Fehler nicht in die Vorauswahl aufgenommen worden. Der Filmemacher war daraufhin aus der Akademie ausgetreten, wenig später aber wieder eingetreten.

Die Nominierungen für den Filmpreis hatten Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Akademiepräsidentin Senta Berger Ende März bekanntgegeben. Moderiert wird die Gala im Palais am Funkturm von Barbara Schöneberger. Die ARD überträgt zeitversetzt um 21:45 Uhr, der RBB sendet eine Wiederholung am 27. April (20:15 Uhr). Die Preisträger werden von den rund 1000 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie in geheimer Wahl bestimmt. Den Hauptpreis für den besten Film gewann im vergangenen Jahr "Vier Minuten" von Chris Kraus. (mpr/dpa)

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