Europäischer Filmpreis : Godard und Ballhaus ausgezeichnet

Der französische Regisseur Jean-Luc Godard und der Kameramann Michael Ballhaus sind für ihre exzellente Arbeit als Filmschaffende mit dem Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie ausgezeichnet worden.

BerlinAm 1. Dezember werden die Preise bei der Gala zum 20. Europäischen Filmpreis verliehen. Godard (76) habe "als aktiver Filmschaffender, versierter Kenner und Kritiker der Filmkunst" seit über 50 Jahren einen großen Einfluss auf das europäische Kino genommen, betonte die Europäische Filmakademie in Berlin. Seit seinem ersten Spielfilm "Außer Atem" (1960) mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg, einem Meilenstein der Nouvelle Vague, habe er bis heute nicht aufgehört, "mit Leidenschaft Publikum und Kritiker zu überraschen, herauszufordern, zu erstaunen und zu unterhalten".

Ballhaus ist "hoch erfreut" über den Preis

Zu Godards Werken gehören Filme wie "Alphaville" und "Elf Uhr nachts" (beide 1965), "Passion" (1982), "Vorname Carmen" (1983) und "Notre Musique" (2004). Godard wird für sein Lebenswerk geehrt. Ballhaus, einer der weltweit erfolgreichsten Kameramänner, hat mehr als 80 Spielfilme gedreht und in Deutschland sowie den USA mit den bedeutendsten Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Rainer Werner Fassbinder, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola, Robert Redford und Wolfgang Petersen.

Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Die Ehe der Maria Braun" (1979), "Die Farbe des Geldes" (1986), "Good Fellas" (1990), "Gangs of New York" (2002) und "Departed - Unter Feinden" (2006). Drei Mal wurde er für einen Oscar nominiert. Ballhaus wird "in Anerkennung seiner herausragenden Karriere" und für seinen "Beitrag zum Weltkino" geehrt.

Der 72 Jahre alte Kameramann äußerte sich "hoch erfreut" über die Auszeichnung und betonte, sie komme fast zeitgleich mit seinem Entschluss, "meinen Lebensmittelpunkt von Amerika zurück nach Europa/Deutschland zu verlagern". Der Preis sei für ihn "Anerkennung meiner Leistungen in beiden Welten". (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar