Europäischer Filmpreis : Italien ist Favorit

Der diesjährige Europäische Filmpreis wird von politischen und sozialkritischen Themen dominiert.

Politische und sozialkritische Themen dominieren die Auswahl zum Europäischen Filmpreis, der am 6. Dezember in Kopenhagen vergeben wird. Mit fünf Nominierungen geht Matteo Garrones Mafia-Epos „Gomorrha“ als Favorit ins Rennen, dicht gefolgt von Paolo Sorrentinos „Il divo“, einem Porträt des Machtmenschen Giulio Andreotti. Ebenfalls viermal nominiert sind Ari Folmans soeben angelaufener „Waltz Witz Bashir“, seine Libanonkriegs-Autobiografie in animierten Bildern, und der spanische Suspense-Thriller „Das Waisenhaus“. Mit je zwei Nominierungen folgen Laurent Cantets Cannes-Sieger „Die Klasse“ und Mike Leighs Berlinale-Publikumsliebling „Happy-Go-Lucky“. Cantets Film schildert fast dokumentarisch den Alltag einer Schulklasse in einem Pariser Arbeiterviertel, Leigh feiert in seiner Komödie die unermüdliche Freudefähigkeit einer jungen Londoner Grundschullehrerin.

Das deutsche Kino muss sich im 21. Jahrgang des Europäischen Filmpreises mit prominenten Nebennominierungen begnügen. Für „Wolke 9“ gehen Regisseur Andreas Dresen und Hauptdarstellerin Ursula Werner an den Start; „Die Welle“ und „Kirschblüten“ sind mit den Schauspielern Jürgen Vogel und Elmar Wepper vertreten. jal

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