Film : Akin lässt für "Soul Kitchen" Hollywood sausen

Derzeit dreht Regisseur Fatih Akin seinen neuen Film "Soul Kitchen" in seiner Heimatstadt Hamburg. Der türkische Filmemacher schlug für diesen "Heimatfilm" Angebote aus Hollywood aus. Auch einer seiner Hauptdarsteller sagte für diesen Streifen einem ganz Großen der Branche ab.

Fatih Akin und Moritz Bleibtreu
Moritz Bleibtreu (r.) spielt in Fatih Akins neuem Film "Sou Kitchen" mit. -dpa

HamburgMit "Soul Kitchen" kocht Fatih Akin im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg auf. Der Filmemacher dreht seinen neuen Film derzeit mit Schauspielern und Freunden wie Moritz Bleibtreu und Adam Bousdoukos in seiner Heimatstadt. Erzählt wird von Kneipenbesitzer Zinos (Bousdoukos), der vom Pech verfolgt wird. Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Akin bezeichnet "Soul Kitchen" als seinen ersten "Heimatfilm". Seine Liebe zu Hamburg sei ausschlaggebend für die Dreharbeiten in der Hansestadt gewesen, sagte Akin ("Gegen die Wand") am Donnerstag, "gerade weil ich so viel herumgereist bin".

Lieber Hamburg statt Hollywood

Man habe ihm Drehs ins Spanien und Hollywood angeboten, "aber die große Herausforderung war für mich vor der Haustür." Der Film stehe in der Tradition von "Absolute Giganten" (Sebastian Schipper) und "Nordsee ist Mordsee" (Hark Bohm).

Bleibtreu sagte für "Soul Kitchen" einen Film mit Regisseur Quentin Tarantino ab. Die Arbeit mit Akin sei etwas Persönliches, beide seien schon lange Freunde und "das Drehbuch war einfach geil". Mit von der Partie sind auch Birol Ünel, Wotan Wilke Möhring, Lucas Gregorowicz, Udo Kier sowie einige Hamburger Gaststars wie Peter Lohmeyer, Gustav Peter Wöhler und Catrin Striebeck.

Film startet im Herbst 2009

In Bremen fiel die erste Klappe für die Komödie, die im Herbst 2009 ins Kino kommen soll. Die Kosten für den Film betragen nach Angaben von Akins Produktionsfirma Corazón International rund vier Millionen Euro. "Soul Kitchen" ist eine Koproduktion mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR). "Es sollte eigentlich ein kleiner Film sein, aber es wurde der teuerste und schwierigste Film meiner Karriere", berichtete der 35-Jährige. (mbo/dpa)

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