Filmfestspiele Venedig : Löwenparty

Das Programm der 64. Filmfestspiele Venedig steht fest: Im Wettbewerb zeigen die Regisseure Brian De Palma, Peter Greenaway, Ken Loach, Ang Lee und Eric Rohmer ihre Filme.

Brian De Palma, Peter Greenaway, Ken Loach, Ang Lee und Eric Rohmer konkurrieren im Wettbewerb der 64. Filmfestspiele von Venedig um den Goldenen Löwen. De Palma erzählt in „Redacted“ vom Irakkrieg, die Hauptrolle in Ang Lees taiwanesischem Spionage-Film „Se, jie (Lust, Caution)“ spielt Tony Leung. Zu den 22 Beiträgen in der Königsdisziplin des Festivals am Lido (29. August bis 8. September) zählen allein neun Filme aus den USA, darunter Kenneth Branaghs amerikanisch-britisches Remake des Rachedramas „Sleuth“, mit Michael Caine und Jude Law. Deutschland ist im Wettbewerb lediglich als Koproduzent von Ken Loachs Migranten-Sozialdrama „It’s a Free World“ und von Greenaways Rembrandt-Film „Nightwatching“ vertreten. Im Neben-Wettbewerb Orrizonti Doc ist allerdings Hartmut Bitomskys philosophisch-assoziative Betrachtung über den „Staub“ zu sehen.

Zum diesjährigen 75. Geburtstag verspricht Venedig viel Glamour. Richard Gere, Cate Blanchett, Ben Wishaw, Heath Ledger und Christian Bale treten in Todd Hayens’ „I’m not There“ über das Leben von Bob Dylan auf; Brad Pitt ist im Western „The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford“ des Australiers Andrew Dominik dabei. Angekündigt sind auch George Clooney und Charlize Theron. Quentin Tarantino spielt die Hauptrolle in Takashi Miikes „Sukiyaki Western Django“ und kuratiert die Retro mit Italo-Western. Außer Konkurrenz ist in bewährter Manier Woody Allens neuestes Werk zu sehen, „Cassandra’s Dream“ mit Colin Farrell und Ewan McGregor als rivalisierendem Brüderpaar. Auch Claude Chabrols französischdeutsche Koproduktion „La Fille coupée en deux“ läuft außer Konkurrenz.

Eröffnungsfilm ist „Atonement“ des britischen Regisseurs Joe Wright mit Keira Knightley und Vanessa Redgrave; Gold für sein Lebenswerk erhält der italienische Altmeister Bernardo Bertolucci. In der erstmals ausschließlich mit Regisseuren bestückten Jury sitzen unter anderem die neuseeländische Oscar-Preisträgerin Jane Campion und die Französin Catherine Breillat. (mit dpa)

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