Filmpreise : Oscars für Kate Winslet und Sean Penn

Verlierer des Abends ist der Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button": Nach 13 Nominierungen bekam der Film nur drei Oscars in kleineren Kategorien. Freuen konnten sich dagegen Schauspielerin Kate Winslet und Schauspieler Sean Penn.

Oscars
Kate Winslet, Sean Penn und Penelope Cruz (v.l.) als frischegebackene Oscar-Gewinner. -Foto: dpa

Los AngelesDas kleine Drama "Slumdog Millionär" hat sich in der Oscar-Nacht gegen den großen Favoriten "Der seltsame Fall des Benjamin Button" durchgesetzt. "Slumdog Millionär" wurde zum Abschluss der Oscar-Gala in Hollywood als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Insgesamt hat das Werk des britischen Regisseurs Danny Boyle nach zehn Nominierungen acht Preise gewonnen. Verlierer des Abends ist "Benjamin Button" mit nur drei Oscars in Nebenkategorien nach insgesamt 13 Nominierungen.

Über ihre erste Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin freute sich Kate Winslet. Die 33-jährige Britin spielt in "Der Vorleser" nach dem Bestsellerroman des Deutschen Bernhard Schlink eine ehemalige KZ-Aufseherin. Bester Darsteller wurde Sean Penn für seine Rolle als charismatischer Schwulen-Politiker in dem Drama "Milk".

Heath Ledger posthum geehrt

Genau 13 Monate nach seinem Tod ist Heath Ledger erwartungsgemäß mit einem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Der in Australien geborene Schauspieler war im Januar 2008 im Alter von 28 Jahren mit Drogen und Medikamenten im Blut tot gefunden worden. Ledger wurde für seine Rolle als wahnsinniger Bösewicht Joker in dem Batman-Film "The Dark Knight" geehrt. Beste Nebendarstellerin wurde die spanische Schauspielerin Penélope Cruz mit der Komödie "Vicky Cristina Barcelona". Als bester Animationsfilm wurde "Wall-E" aus dem Hause Disney ausgezeichnet.

Der deutsche Film "Der Baader Meinhof Komplex" ging in der Auslandskategorie leer aus. Hier erhielt "Departures" aus Japan die goldene Statue. Dafür wurde der Kurzfilm "Spielzeugland" von Jochen Alexander Freydank aus Berlin geehrt. In 14 Minuten Länge erzählt "Spielzeugland" ein Minidrama über Lügen in der Nazizeit. Seit 1994 sind deutsche Kurzfilme insgesamt drei Mal mit dem begehrtesten Filmpreis der Welt gewürdigt worden. (nibo/dpa)
  


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