Filmstart : Ice Age 3 und der erste Tango

Action pur verspricht "Ice Age 3 – Die Dinosaurier kommen". Waren die ersten beiden Teile der Serie auch für erwachsene Zuschauer unterhaltsam, richtet sich die neue Ausgabe einzig an Kinder.

Nadine Lange
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Eiszeit. So eine Haselnuss, die ist auch in der Kälte ein Genuss. Foto: Fox

Alte Liebe rostet nicht: Schon seit sieben Jahren ist Säbelzahneichhörnchen Scrat hinter der Eichel her und muss dabei immer wieder groteske Stürze überstehen. Den dritten „Ice Age“-Teil darf Scrat mit einer seiner Slapsticknummern eröffnen. Allerdings gibt es eine Neuerung: Eine Säbelzahneichhörnchen-Dame betört seine Sinne. Doch bevor es zwischen den beiden zum Tango im Mondschein kommt, legen sie erst einen erbitterten Zweikampf um die Eichel hin.

Leider ist Scrat die einzige Figur des neuen Eiszeit-Abenteuers, die Normalform erreicht. Der Rest der Bande – vor allem die Mammuts Elli und Manni sowie der ewig in der Identitätskrise steckende Tiger Diego – langweilt ziemlich. Für Action sorgt Faultier Sid: Es klaut drei Eier, aus denen Dinos schlüpfen und spielt Ersatzmama für sie. Damit ist Schluss, als die erzürnte Mama auftaucht, um ihren Nachwuchs samt Sid in eine urzeitliche Unterwelt mitzunehmen. Die Freunde des Faultiers starten eine Rettungsaktion, bei der ihnen das einäugige Wiesel Buck hilft. Es ist sehr großmäulig, was wenig sympathisch und auch nicht witzig wirkt. Angesichts seiner zentralen Rolle ist Buck ein echter Runterzieher für den Film.

Das Abenteuer besteht aus einer Aneinanderreihung von brenzligen Situationen: Todesschluchten müssen überwunden, fleischfressende Pflanzen besiegt und aggressive Dinos zurückgeschlagen werden. Oft entsteht dabei der Eindruck, es ginge den Regisseuren Carlos Saldanha und Michael Thurmeier nur darum, möglichst spektakuläre Bilder für die 3-D-Fassung von „Ice Age 3“ zu produzieren. Darunter leiden Plot und Humor.

Waren die ersten beiden Teile der Serie auch für erwachsene Zuschauer unterhaltsam, richtet sich die neue Ausgabe einzig an Kinder. Für die gibt es viele Schock- und auch einige Niedlichkeitsmomente. Die Eltern müssen sich mit ein paar Zitaten („Familie Feuerstein“, „Terminator“) und dem verliebten Scrat zufriedengeben.

In 28 Berliner Kinos, OV im Cinestar Sony-Center

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